Auf dem Weg zur Größe
Auf dem Dach werden meist 6-12 Solarmodule in Reihe zu so genannten „Strings“ verschaltet, so dass sich eine Gleichspannung von ca. 300V pro String ergibt. Die Verschaltung erfolgt über Kabel mit Steckverbindungen an den Modulen. Die Strings treffen im Wechselrichter zusammen. Dieser wandelt den vom Solargenerator erzeugten Gleichstrom in netzkonformen Wechselstrom (230V) um, damit dieser anschließend in das öffentliche Stromnetz eingespeist, oder direkt im Haus genutzt werden kann. Da der in das Netz eingespeiste Strom nach dem „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ vom Netzbetreiber vergütet werden muss, wird vor den Netzanschluss der Anlage noch ein Einspeisezähler geschaltet, über den die Abrechnung erfolgt. Dieser zählt die von der Anlage erbrachte Leistung in kWh. Die Leistung der Solaranlage wird in kWp (p = peak) angegeben.
Stromausbeute
1 kWp (je nach verwendeter Technologie zwischen 7- und 16 m² Dachfläche) liefert in Deutschland zwischen 750- und 1100 kWh jährlich. Dies entspricht in etwa einem fünftel dessen, was ein durchschnittlicher 4-Personen-Haushalt im Jahr verbraucht (ca. 4500 kWh).
Standortbedingungen
Der jährliche Ertrag hängt aber auch von den Standortbedingungen ab. So haben Anlagenplaner sowohl auf Ausrichtung und Neigung des Daches als auch auf Schatten werfende Objekte in der Umgebung zu achten. Bei Südausrichtung und 30° Dachneigung sind die Einstrahlungsbedingungen am besten.
Montagearten
Die am häufigsten angewandte Montagemethode ist die Aufdachmontage, bei der die Module über der Dacheindeckung auf einem Aluschienen-Gestell befestigt werden.
Weitere Montagearten:
- Indachmontage (Anlage übernimmt dacheindeckende Funktionen)
- Flachdachmontage (sowohl flach als auch aufgeständert)
- Fassadenmontage (auf der Fassade oder gebäudeintegriert)
- Freiflächenmontage
- Nachgeführte Anlagen (bewegen sich mit dem Sonnenlauf)

